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Von L''équipe MondialFax

Fax vom Smartphone senden: der komplette Leitfaden 2026

Kein Faxgerät und keine analoge Leitung mehr nötig: Ihr Smartphone genügt, um ein Dokument zu digitalisieren und an jede beliebige Faxnummer weltweit zu schicken. Hier finden Sie die Schritt-für-Schritt-Anleitung, die häufigsten Stolperfallen und Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Kurze Antwort: Um ein Fax vom Smartphone zu senden, fotografieren oder scannen Sie das Dokument einfach mit der Kamera, wandeln es in ein PDF um und übermitteln es anschließend über einen Online-Faxdienst, indem Sie die Nummer des Empfängers im internationalen Format eingeben. Weder ein Faxgerät noch eine analoge Telefonleitung oder eine eigene SIM-Karte sind erforderlich.

Das Fax ist nicht verschwunden – es hat lediglich das Medium gewechselt. Während das analoge Telefonnetz nach und nach abgeschaltet wird und die alten Faxgeräte auf dem Wertstoffhof landen, gehen Jahr für Jahr Millionen Dokumente an Gerichtsgeschäftsstellen, Arztpraxen, Einwanderungsbehörden oder ausländische Verwaltungen, die noch immer ausschließlich Faxe akzeptieren. Und das einzige Gerät, das Sie dafür noch brauchen, passt in Ihre Hosentasche.

Altes Festnetztelefon mit Wählscheibe, Hörer und Spiralkabel auf einem Holztisch, in Schwarz-Weiß

Warum das Smartphone das Faxgerät abgelöst hat

Das klassische Faxgerät beruhte auf drei Bausteinen: einer analogen Leitung, einem Modem und einem Rollenscanner. Im Jahr 2026 sind die ersten beiden weitgehend aus dem Alltag verschwunden.

Bereits 2018 kündigte Orange an, keine neuen Anschlüsse im analogen Telefonnetz (RTC) mehr zu vermarkten, und begann anschließend, das Netz gebietsweise technisch abzuschalten – unter Aufsicht der Arcep. Auch der Zeitplan für den Rückbau des Kupfernetzes wurde mehrfach überarbeitet: Anfang 2026 verschob der ehemalige Monopolist erneut einen Teil der Stilllegung, von der mehrere Millionen noch per ADSL angebundene Haushalte betroffen sind. Das Ergebnis: Das analoge Fax überlebt vereinzelt, befindet sich aber im klinischen Todeszustand – eine Anschlussdose, die heute noch funktioniert, kann morgen tot sein.

Das Smartphone hingegen erfüllt sämtliche Anforderungen:

  • Es bringt einen Scanner von durchaus ordentlicher Qualität mit (oft besser als die historischen 200 dpi eines Faxgeräts).
  • Es verfügt dauerhaft über eine Mobilfunk- oder WLAN-Verbindung.
  • Es beherrscht PDF von Haus aus.
  • Es erlaubt, das Ergebnis vor dem Versand sofort zu prüfen.

Das einzige fehlende Glied ist das Gateway, das Ihre Datei in ein Faxsignal umwandelt und die Nummer des Empfängers wählt. Genau diese Aufgabe übernimmt ein Online-Faxdienst wie MondialFax.

Ein Fax, das vom Smartphone über ein Internet-Gateway verschickt wird, kommt beim Empfänger auf dessen physischem Faxgerät an – genau wie ein „traditionelles" Fax. Für ihn ändert sich nichts: Er erhält eine ausgedruckte Seite mit Kopfzeile, Uhrzeit und Anruferkennung.

Schritt 1 – Das Dokument richtig digitalisieren

In diesem Schritt entscheiden sich 90 % aller Fehlschläge. Ein Fax ist keine E-Mail: Das Dokument wird in Schwarz-Weiß übertragen, häufig in Standardauflösung, und jeder Scanfehler wird beim Empfänger zu einem unleserlichen Fleck.

Den integrierten Scanner statt der Kamera nutzen

Machen Sie kein einfaches Foto. Beide großen Betriebssysteme bieten ein Scanmodul, das die Perspektive korrigiert, die Ränder zuschneidet und den Kontrast normalisiert:

  • iPhone / iPad: Öffnen Sie die App Dateien, tippen Sie oben rechts auf die drei Punkte und dann auf „Dokumente scannen". Die App Notizen bietet dieselbe Funktion über das Kamerasymbol → „Dokumente scannen". Das Ergebnis lässt sich direkt als PDF exportieren.
  • Android: Google Drive → Schaltfläche „+" → „Scannen". Auf Pixel-Geräten und vielen Samsung-Modellen erkennt die Kamera-App automatisch ein Dokument und schlägt den Scanmodus vor. Microsoft Lens ist eine kostenlose und werbefreie Alternative.

Die Einstellungen, auf die es ankommt

ParameterEmpfohlene EinstellungWarum
FarbmodusSchwarz-Weiß / DokumentDas Fax überträgt bitonal – dann steuern Sie die Umwandlung besser selbst
Auflösung200 bis 300 dpiDarunter laufen kleine Zeichen zu, darüber entsteht unnötiges Datenvolumen
SeitenformatA4Referenzformat in Europa; verhindert abgeschnittene Ränder
AusgabedateiPDF (ein einziger mehrseitiger Anhang)Vermeidet Teilsendungen und durcheinandergeratene Seiten
BeleuchtungIndirektes TageslichtBeseitigt Schlagschatten und Bildschirmspiegelungen

Ein paar zusätzliche Faustregeln: Legen Sie das Blatt auf eine matte, dunkle Unterlage, damit die Kantenerkennung funktioniert, entfernen Sie Heftklammern, glätten Sie Knicke und verzichten Sie auf hell schreibende Stifte oder Neon-Textmarker – sie verschwinden in Schwarz-Weiß schlichtweg vollständig.

Prüfen Sie vor dem Versand

Öffnen Sie das PDF im Vollbild und zoomen Sie auf 100 %. Wenn Sie die Augen zusammenkneifen müssen, um ein Aktenzeichen zu lesen, wird der Empfänger es ebenfalls nicht entziffern können. Scannen Sie lieber neu: Das kostet dreißig Sekunden – im Gegensatz zu mehreren Tagen behördlichem Hin und Her.

Schritt 2 – Die Nummer im richtigen Format eingeben

Die zweite Fehlerquelle ist die Nummer des Empfängers. Eine Faxnummer ist eine ganz gewöhnliche Telefonnummer und folgt denselben Vorwahlregeln.

Bei einem Online-Dienst gibt man grundsätzlich das internationale Format E.164 ein: das Zeichen + (oder 00), die Ländervorwahl und dann die nationale Rufnummer ohne die führende Null.

ZiellandVorwahlBeispiel für die Eingabe
Frankreich+33+33 1 XX XX XX XX
Belgien+32+32 2 XXX XX XX
Schweiz+41+41 22 XXX XX XX
Deutschland+49+49 30 XXXXXXX
Spanien+34+34 91 XXX XX XX
Portugal+351+351 21 XXX XX XX
Kanada / USA+1+1 514 XXX XXXX

Drei klassische Stolperfallen:

  1. Die überflüssige Null. Eine Pariser Nummer, die als 01 42 … notiert ist, wählt man als +33 1 42 …, nicht als +33 01 42 ….
  2. Sonderrufnummern. Kurzwahlnummern, Mehrwertdienste und bestimmte nicht ortsgebundene Nummern sind über ein Fax-Gateway nicht erreichbar.
  3. Die zur Sprachleitung gewordene Nummer. Viele Behörden führen ihre alte Faxnummer weiterhin auf dem Briefkopf, obwohl die Leitung längst auf klassische Telefonie umgestellt wurde. Wenn der Versand immer wieder scheitert, prüfen Sie die Nummer auf der offiziellen Website der Einrichtung – nicht in einem Schreiben von 2017.

Schwarzes Tastentelefon auf einem Holzschreibtisch, daneben eine Dokumentenmappe und lose Blätter

Schritt 3 – Der Versand über MondialFax

Vom Browser Ihres Handys aus – Safari, Chrome, Firefox, ganz gleich – umfasst der Ablauf vier Handgriffe:

  1. Öffnen Sie die Versandseite von MondialFax. Keine Anmeldung, kein Konto, keine Kreditkarte.
  2. Geben Sie die Nummer des Empfängers im internationalen Format ein.
  3. Hängen Sie Ihr PDF aus der App Dateien (iOS) oder über die Dateiauswahl (Android) an.
  4. Bestätigen Sie und warten Sie auf die Übertragungsbestätigung.

Ein Detail sollten Sie kennen: Der Versand erfolgt nicht sofort. Das Gateway muss zunächst einen Anruf beim entfernten Faxgerät aufbauen, die Übertragungsgeschwindigkeit aushandeln (Protokoll T.30 auf analoger Seite, T.38 auf IP-Seite) und dann Seite für Seite übertragen. Rechnen Sie unter normalen Bedingungen mit 30 Sekunden bis 1 Minute pro Seite, mehr, wenn die Leitung des Empfängers besetzt ist und das System weitere Versuche unternimmt.

Schließen Sie den Tab während des Versands nicht und wechseln Sie mitten in der Übertragung nicht vom WLAN zu 4G/5G: Der Upload der Datei könnte sonst abbrechen.

Wie viele Seiten kann man senden?

Technisch kennt das Fax keine harte Obergrenze, die Praxis setzt aber eine: Je länger das Dokument, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass eine Leitungsstörung die Übertragung unterbricht. Ab etwa fünfzehn Seiten teilen Sie den Versand besser in mehrere nummerierte Sendungen auf („1/3", „2/3" …) und vermerken das auf dem Deckblatt.

Das Deckblatt: eine professionelle Selbstverständlichkeit

Der Empfänger eines Faxes erhält anonyme Blätter in einem Ausgabefach. Ohne Deckblatt kann Ihr Dokument tagelang auf einem Drucker liegen bleiben, ohne dass jemand weiß, für wen es bestimmt ist.

Ein wirksames Deckblatt kommt mit acht Zeilen aus:

  • Zu Händen von: Name der Abteilung oder Person
  • Von: Ihr Name, Firmenbezeichnung
  • Ihre Rückrufdaten: Telefon und E-Mail
  • Datum des Versands
  • Gesamtseitenzahl, Deckblatt eingeschlossen
  • Betreff: Aktenzeichen, Vertragsnummer, Sozialversicherungsnummer, sofern relevant
  • Bei Bedarf eine Zeile mit einer Anmerkung
  • Gegebenenfalls ein Vertraulichkeitshinweis

Sie können es direkt auf Ihrem Handy in einer Notiz verfassen, als PDF exportieren und dem Dokument voranstellen – die Dateien-App unter iOS und viele Android-Dateimanager erlauben es, zwei PDFs ohne zusätzliche Software zusammenzuführen.

Vertraulichkeit und Beweiswert: Was Sie wissen sollten

Ist das Fax „sicherer" als die E-Mail?

Das ist ein hartnäckiger Glaube, der weitgehend aus der Zeit des analogen Telefonnetzes stammt. Heute laufen nahezu alle Faxe irgendwann über IP-Netze. Das Fax ist nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt: Seine relative Sicherheit beruhte auf der Unbekanntheit des Protokolls und darauf, dass das Dokument auf einem physischen Gerät in einem Raum ausgegeben wurde.

Das eigentliche Risiko beim Fax ist ohnehin banaler: der Zahlendreher in der Nummer. Eine vertauschte Ziffer, und Ihr Dokument landet bei einer fremden Person. Für sensible Daten – Gesundheit, Bankdaten, Ausweisdokumente – gelten drei Regeln:

  • Lesen Sie die Nummer vor dem Bestätigen zweimal durch.
  • Kündigen Sie dem Empfänger telefonisch an, dass das Fax jetzt unterwegs ist.
  • Beschränken Sie überflüssige Angaben auf dem Deckblatt.

Die DSGVO gilt uneingeschränkt auch für per Fax übermittelte Dokumente: Datenminimierung, Zweckbindung, begrenzte Speicherdauer. Die CNIL weist regelmäßig darauf hin, dass der Versand von Gesundheitsdaten per Telefax organisatorische Vorkehrungen erfordert – Aufstellung des Geräts in einem Raum mit Zugangsbeschränkung, sofortige Entnahme der eingegangenen Dokumente.

Hat ein Fax Beweiskraft?

Im französischen Recht ist das Fax kein elektronisches Schriftstück im Sinne von Artikel 1366 des Code civil: Es genießt nicht die Zuverlässigkeitsvermutung, die der qualifizierten elektronischen Signatur zukommt. Die Gerichte lassen es in der Regel als Beweisanfang in Schriftform zu, dessen Gewicht von ergänzenden Belegen abhängt: Sendebericht, Empfangsbestätigung, spätere Korrespondenz.

Bestimmte formalisierte Verfahren bilden allerdings eine Ausnahme und erkennen das Telefax ausdrücklich als zulässigen Übermittlungsweg an – das ist in mehreren zivilprozessualen Vorschriften und im Verkehr mit einzelnen Behörden der Fall. Außerhalb dieser Fälle sollten Sie bei vertraglichen Belangen der elektronischen Signatur nach der europäischen eIDAS-Verordnung oder dem elektronischen Einschreiben den Vorzug geben.

Altes beigefarbenes Tastentelefon auf einem Holzmöbel im Halbdunkel

Wenn das Smartphone nicht ausreicht

Seien wir ehrlich: Drei Situationen bleiben weiterhin schwierig.

  • Sie müssen regelmäßig Faxe empfangen. Der gelegentliche Versand funktioniert ohne Konto; für den Empfang braucht es eine zugewiesene Eingangsnummer und damit einen dedizierten Fax-to-E-Mail-Dienst.
  • Sie faxen Dokumente in sehr großen Formaten (Pläne, A3). Hier stößt das Scannen mit dem Smartphone an seine Grenzen: Greifen Sie zu einem Flachbettscanner oder einem Multifunktionsgerät.
  • Der Empfänger verlangt eine unterschriebene Empfangsbestätigung. Kein Fax liefert einen Lesenachweis; das leistet nur ein Einschreiben.

Häufig gestellte Fragen

Braucht man eine App, um ein Fax vom Smartphone zu senden?

Nein. Ein einfacher mobiler Browser genügt in Verbindung mit einem Online-Dienst. Fax-Apps aus den App-Stores basieren häufig auf einem Modell mit automatischem Abonnement oder Einzelkrediten, wobei sich kostenlose Testphasen in monatliche Abbuchungen verwandeln. Lesen Sie stets die Bedingungen, bevor Sie einen In-App-Kauf bestätigen.

Kann ich ein Fax ohne Telefonleitung und ohne SIM-Karte senden?

Ja. Der Versand läuft über das Internet: Eine WLAN-Verbindung reicht aus, selbst auf einem Handy ohne aktiven Tarif. Ihre persönliche Rufnummer wird für den Verbindungsaufbau nicht verwendet.

Welche Dateiformate akzeptiert ein Online-Faxdienst?

PDF ist das Referenzformat und für das Layout am zuverlässigsten. Bilder im Format JPEG und PNG werden in der Regel ebenfalls akzeptiert. Vermeiden Sie Office-Dateien (.docx, .pages, .odt): Ihre Darstellung hängt von den installierten Schriftarten ab und kann variieren. Exportieren Sie vor dem Versand grundsätzlich als PDF.

Woran erkenne ich, ob mein Fax angekommen ist?

Der Dienst zeigt Ihnen nach Beendigung des Anrufs den Übertragungsstatus an. Ein Fehlschlag geht meist auf eine falsche Nummer, eine besetzte Leitung, ein ausgeschaltetes oder papierloses Faxgerät oder eine inzwischen auf Sprachtelefonie umgestellte Leitung zurück. Bei Zweifeln zu einem wichtigen Dokument bleibt ein bestätigender Telefonanruf die sicherste Methode.

Kostet ein Fax vom Smartphone etwas?

Bei MondialFax ist der Versand kostenlos, unbegrenzt und ohne Anmeldung in die abgedeckten Zielländer – Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland, Kanada und weitere Länder. Ins Gewicht fällt allein Ihr mobiler Datenverbrauch, sofern Sie nicht im WLAN sind.

Wird das Ende des analogen Telefonnetzes den Faxversand verhindern?

Nein, auf Absenderseite nicht: Internet-Gateways funktionieren unabhängig vom Kupfernetz. Das Thema betrifft vor allem die Empfänger, die noch ein analoges Faxgerät an einer Telefondose betreiben. Diese müssen auf ein T.38-fähiges Gerät oder – einfacher – auf eine Fax-to-E-Mail-Lösung umsteigen.

Zusammenfassung

  • Scannen Sie mit dem integrierten Scanner (Dateien/Notizen auf dem iPhone, Google Drive oder Microsoft Lens auf Android), in Schwarz-Weiß, mit 200–300 dpi, im Format A4, Ausgabe als PDF.
  • Geben Sie die Nummer im internationalen Format ein: +, dann die Ländervorwahl, ohne die nationale Null.
  • Fügen Sie ein Deckblatt hinzu mit Empfänger, Absender, Datum, Betreff und Seitenzahl.
  • Rechnen Sie mit 30 s bis 1 Min. pro Seite und verlassen Sie die Seite während des Versands nicht.
  • Das Fax ist nicht verschlüsselt: Prüfen Sie die Nummer zweimal und beschränken Sie sensible Daten.
  • Begrenzter Beweiswert: Beweisanfang in Schriftform; bei vertraglichen Verpflichtungen ist die elektronische eIDAS-Signatur vorzuziehen.
  • Weder App noch Abonnement erforderlich: Ein mobiler Browser und MondialFax genügen.

Sie haben ein Dokument, das heute noch raus muss? Handy zücken, scannen, Vorwahl eingeben, senden. Das Faxgerät der vorherigen Generation kann im Schrank bleiben.

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